Rheinspringen 2019

Hoch hinaus wollte das Team des 1. SC Poseidon Worms bei der diesjährigen ersten WM im R(h)einspringen in Worms. Parallel zum Landzungenfest wurde die Gaudi im Floßhafen mit 17 Teams, zu jeweils vier Mann und/oder Frau, ausgetragen. Mit Alpinskiern ging es von der fünf Meter hohen Rampe auf den zwei Meter hohen Absprung herunter, bei dem sich der Springer aus der aus aufgeschnittenen Crocs bestehenden Bindung löst und sich nach Möglichkeit mit Seemannsköpper in den Wormser Floßhafen stürzt. Punkte gab es für die Weite und die Sauberkeit des Sprungs. Für das Team des Poseidons gingen vier Wasserballer in voller Montur an den Start, die namentlich als Marcel El Ghazal aka Mogli, oder auch als Mastbrecher, Andreas Bleichert der Weinvernichter, der unsinkbare Jonas Brandt, sowie die trockene Wasserratte Markus Braun aufgerufen wurden. Nach einem erfolgreichen Training am Samstagmittag, bei dem sie den Absprung von der fünf Meter hohen Schanze nahezu perfektionierten, rechneten sich die vier gute Chancen auf einen Podestplatz oder gar den Sieg aus. Mit der Startnummer 1/1 ging sonntags Mogli als erster auf die Rampe und erzielte eine gute Wertung, obwohl die Bahn nach eigener Aussage „nicht so gut rutscht wie gestern“. Auch die anderen gaben direkt im ersten Durchgang ordentliche Leistungen ab, die jedoch alle Potential nach oben aufwiesen, wie der Zwischenstand auf dem 6. Platz bestätigte. Nach kurzer Beratung einigte man sich auf „volles Risiko“ in der zweiten Runde, denn die Punktedifferenz nach oben war minimal. Die Entscheidung schien zunächst die Richtige zu sein, da die ersten drei Springer eine Steigerung aufbrachten, die stark auf einen Aufstieg in die Siegerliste hinwiesen. Die hochkonzentrierten Athleten, die sich trotz kostenloser Verpflegung im VIP-Bereich vergleichsweise nüchtern hielten, fieberten angespannt mit, als der letzte Springer die Rampe bestieg. „Direkt am Start Schwung holen“ war die Taktik, doch das war zu viel des Guten. Mitten auf dem Weg nach unten verlor der letzte Mann die Kontrolle über sein Gleichgewicht und kippte nach hinten. Wohlwissend, dass eine gute Wertung nicht mehr möglich war, schaffte er es trotzdem sich wieder halbwegs aufzurichten und den Absprung zu Ende zu bringen, und somit zumindest ein paar Punkte für das Team zu ergattern. Was die Leistungen letztendlich wert waren, offenbarte sich dann bei der Siegerehrung auf dem Gelände der Bootsabteilung des Poseidons. Mit einem sechsten Platz konnte man die Platzierung immerhin halten und hätte es eine Wertung für das beste Outfit gegeben, wäre diese auf jeden Fall gewonnen worden. Allen Beteiligten war bei all dem Wettkampf der Spaß nicht abgekommen und so können wir verkünden, dass falls die geplante Vier-Schanzen-Tournee im Folgejahr mit Finale in Worms stattfindet, der Poseidon sicherlich wieder an den Start geht.